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Gedanken & Impulse

Inspiration für Deinen Weg zu Dir selbst

Winterlandschaft in Lappland

Lappland – Es ist keine Reise – es ist eine Heimkehr

Ich teile mit dir die Geschichte, wie es mich 2021 gerufen hat. Ich war noch nie vorher im nördlichsten Teil meines Heimatlandes in Lappland gewesen, auch das Kronenchakra Finnlands genannt.

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Warum Loslassen Heilung ist

Warum Loslassen Heilung ist

Warum fällt uns das Loslassen so schwer? Wir halten fest an Menschen, Situationen, Überzeugungen, Gewohnheiten, die uns nicht gut tun oder sogar am Schmerz – selbst wenn alles uns eher schadet und es eigentlich Vergangenheit ist.

Loslassen ist eines der wichtigsten und schwersten Menschheitsthemen, denn am Ende unseres Lebens müssen wir alle loslassen.

Da macht es doch Sinn, sich schon im Zwischenraum Leben dem Thema bewusst zu widmen, denn in unserem Leben finden sehr oft kleine und größere Sterbeprozesse (Loslassprozesse) als Übungsfelder statt.

Zwei simple unbewusste Beispiele sind, wenn wir aus Kindergartenzeit in die Schule kommen, aus der fruchtbaren Zeit in die Wechseljahre, uns andere Kleidungsstile aneignen – auch das sind Loslassübungen. Herausforderndere Loslassprozesse sind das Beenden einer Beziehung oder eines Berufes oder der wirkliche Verlust eines geliebten Menschen.

Beim Loslassen geht es darum, uns den Emotionen zu widmen, die uns daran hindern loszulassen, wie Trauer, Schmerz oder vor allem Ängste. Es kostet sehr viel Lebensenergie nicht loszulassen und an diesen Gefühlen – oft unbewusst – festzuhalten.

Angst, den Schmerz zu fühlen, Angst das Gewohnte loszulassen, Angst vor dem Unbekannten, Angst vor der Veränderung – keinen Schritt weiterzugehen – das kostet Kraft. Wir müssten das Gewohnte, die vermeintliche Sicherheit loslassen und eintauchen in etwas, was wir noch nicht kennen, in etwas Unbekanntes, und das macht Angst – und das ist unser Sterbeprozess!

Echtes Loslassen geht immer mit Trauer einher. Es ist mit Trauer verbunden und gleichsam heilsam auch Erwartungen und Vorstellungen loszulassen, z. B. eine Vorstellung, wie unsere Mutter hätte sein sollen, wie wir sie gebraucht hätten.

Der Raum für Trauer ist wichtig und ein Türöffner für Akzeptanz und Frieden. Trauer ist die heilsame Antwort auf Verlust und eine Begleiterin des Loslassprozesses. Trauer ist die Würdigung dessen, was war oder auch, was nicht war und auch die Würdigung dessen, was nicht sein sollte. Zu trauern und somit loszulassen bringt uns Heilung. Trauer ist ein großer Teil der Heilung – und das kann sehr lange dauern.

Loslassen, trauern und heilen ist kein linearer Prozess, sondern verläuft immer in Wellen. Und dazwischen dürfen wir auch Freude empfinden und Dankbarkeit. Manchmal entsteht ein Gefühl der Leere, aber die Leere ist der Geburtsort für Neues. Für neue Möglichkeiten, für einen neuen Menschen, für einen neuen Beruf, für neue Gewohnheiten oder für einen neuen Lebensabschnitt.

In meiner 5-jährigen Ausbildung „Spirituelle Sterbebegleitung" im Heilhaus Kassel haben wir uns dem Thema Loslassen intensiv gewidmet. In meinem Leben gab es sehr viele Loslassprozesse durch traurige Verluste. Dieses Thema nehme ich daher gerne in Workshops und auch im Herbst in die Yogagruppen mit hinein.

Zum Loslassen gehört auch das große Thema Verzeihen. Dazu schreibe ich aber etwas in einem anderen Blogbeitrag.

Sonnenaufgang über dem Meer

Loslassen lernen

Warum fällt uns das Loslassen so schwer? Wir halten fest an Menschen, Situationen, Überzeugungen – selbst wenn sie uns nicht mehr dienen. Die Kunst des Loslassens ist eine der wichtigsten Lektionen.

Warum festhalten?

Wir halten fest, weil das Festhalten uns das Gefühl gibt, etwas unter Kontrolle zu haben. Eine Beziehung, die längst leer ist. Ein Beruf, der uns nicht mehr nährt. Eine Geschichte über uns selbst, die uns klein hält. Solange wir festhalten, müssen wir uns dem Unbekannten nicht aussetzen. Aber wir bezahlen dafür einen hohen Preis: wir bleiben.

Loslassen ist kein Verdrängen

Loslassen heißt nicht, etwas zu vergessen oder so zu tun, als wäre es nie wichtig gewesen. Im Gegenteil: Wer loslassen will, muss zuerst hinschauen. Was ist da? Was hat es mir bedeutet? Was tut mir noch weh? Erst wenn wir das Gefühl wirklich anerkannt haben, kann es seine Form verändern. Verdrängung hält uns gefangen – Bewusstheit befreit.

Eine Übung zum Loslassen

Setze Dich an einen ruhigen Ort. Schließe die Augen. Atme tief in den Bauch. Stell Dir vor, dass alles, was Du loslassen möchtest, wie ein Stein in Deinen Händen liegt. Spüre sein Gewicht. Dann, mit einer langsamen Ausatmung, öffne langsam die Hände. Lass den Stein gehen. Er muss nicht für immer fort sein – aber für diesen Moment darfst Du ihn ablegen. Wiederhole das, so oft Du es brauchst.

Trauer als heiliger Raum

Echtes Loslassen geht oft mit Trauer einher. Das ist gut so. Trauer ist die Würdigung dessen, was war. Sie ist nicht das Gegenteil von Heilung – sie ist ein Teil davon. Erlaube Dir, zu trauern. Nicht eine Stunde, nicht einen Tag. So lange, wie es braucht.

Wie es weitergeht

Wo wir loslassen, entsteht Raum. Erst leerer Raum. Das ist ungewohnt und manchmal beängstigend. Aber dieser Raum ist die Bedingung für alles Neue. Eine Beziehung, die wirklich nährt. Ein Weg, der wirklich Deiner ist. Eine Version von Dir, die Du noch nicht kennst. Vertraue darauf: Was loslässt, schenkt etwas zurück. Immer.